Aktion der Freien Schulen zur Landtagswahl Baden-Württemberg 2026
Endlich umsetzen! Forderungen an die Landespolitik
Freie Schulen: der Motor für Bildungsinnovationen!
Mehr als 10 Prozent – über 160.000 – der Schüler und Schülerinnen besuchen in Baden-Württemberg eine Schule in freier Trägerschaft. Freie Schulen sind nicht nur stark nachgefragt als allgemeinbildende Schulen von der Grundschule bis zur weiterführenden Schule oder den Waldorfschulen. Auch im beruflichen Schulwesen und bei den sonderpädagogischen Schulen (SBBZ) sind freie und private Schulträger für die Bildungslandschaft in Baden-Württemberg unverzichtbar.
Das freie Schulwesen ist ein wichtiger Standortfaktor in Baden-Württemberg und Garant für Vielfalt und Motor für bildungs- und schulpolitischen Innovationen: Viele bildungspolitische Entwicklungen wie zum Beispiel Ganztagsangebote und viele pädagogische Konzepte sind durch die Freien Schulen entwickelt worden und später für die staatlichen Schulen übernommen worden.
Um dieser Bedeutung für das Bildungswesen in Baden-Württemberg weiter gerecht zu werden, brauchen Freie Schulen endlich wieder mehr Freiräume zum Beispiel beim Einsatz von Lehrkräften, weniger Bürokratie, eine gerechtere Finanzierung, insbesondere für den Schulbau und Sanierung, die digitalen Herausforderungen oder die Schulsozialarbeit.
Landtagswahl Baden-Württemberg 2026
Endlich Umsetzen! Forderungen

Gleichbehandlung mit Kommunen bei Schulbau und Sanierung
Das Land fördert beim Schulbau und bei Schulsanierung die kommunalen Schulträger erheblich besser als die freien Schulträger. Dies muss endlich geändert werden. Auch bei den Sondervermögen des Bundes müssen die Freien Schulen gleich wie die kommunalen Schulträger behandelt werden.

Mehr Freiheit wagen!
Im Grundgesetz steht, dass Freie Schulen gleichwertig wie staatliche Schulen, aber nicht gleichartig sein sollen. In den vergangenen Jahren hat das Land die Ersatzschulen zu einer immer enger werdenden Konformität, Gleichartigkeit verpflichtet. Dies muss gestoppt werden, damit Freie Schulen weiterhin ihrem Auftrag als Alternative und Impulsgeber für das staatliche Schulsystem nachkommen kann. Auch die ausufernde Bürokratie und Kontrolle von schulaufsichtlichen Maßnahmen muss gestoppt werden, Freie Schulen beweisen seit Jahrzehnten, dass sie qualitativ hervorragende Schulen und Bildungskonzepte umsetzen.

Fachkräftemangel: Kompetenz in die Schulen holen!
Das staatliche Ausbildungsmonopol der Lehrerausbildung und die Möglichkeiten der Verbeamtung, benachteiligen die Freien Schulen immens. Das Land hat eine Infrastrukturverantwortung, die Freien Schulen fair mit Lehrkräften auszustatten und muss die Bevorzugung der öffentlichen Schulen, zum Beispiel beim sog. Einstellungsverfahren, fairer gestalten. An Freien Schulen arbeiten aber auch immer schon sehr erfolgreiche Lehrkräfte und Pädagogen, die nicht über die klassische Lehramtsausbildung an die Schule kommen. Diese Seiteneinsteiger sind unverzichtbar an innovativen Schulen und den Ersatzschulen muss ermöglicht werden, solche Lehrkräfte auch ohne bürokratische Hürden und nicht nur im begrenzten Umfang von einem Drittel einzusetzen, z.B. wenn sich diese pädagogisch nachqualifizieren. Die bewährten Seiteneinsteiger-Lehrkräfte brauchen darüber hinaus endlich eine langfristige Perspektive als Lehrer an einer freien Schule zu unterrichten.

Digitale Infrastruktur und Datenschutz
Die Freien Schulen fordern, dass das Land endlich eine nachhaltige Lösung für die digitale Ausstattung und den support (digitaler Hausmeister) der digitalen Infrastruktur an Schulen findet. Die geplanten umfangreichen verpflichtenden Erhebungen und zentralen Speicherungen von individuellen Schülerdaten, die weit in den privaten Bereich reichen, lehnen die Freien Schulen u.a. aus Datenschutzgefahren ab. Die sog. datengestützte Bildungspolitik hat schon heute ausreichend Daten zur Verfügung, um eine bessere Bildungspolitik zu machen.
Fast 400 Millionen Sanierungsstau
Umfrage Schulbau und Sanierung
Eine Umfrage der Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen belegt unsere Forderungen nach Mitteln aus den Sondervermögen des Bundes für Schulbau und Sanierungen.
Wir sind dankbar, dass nach dem Vorschlag der CDU Landtagsfraktion, jährlich 25 Millionen Euro aus den Sondervermögen den Freien Schulen zur Verfügung zu stellen, jetzt Bewegung in den Sanierungsstau kommen könnte. Schließlich beschulen die Ersatzschulen ja auch schulpflichtige Kinder und Jugendliche in Baden-Württemberg und tragen, auch durch hohe Eigenmittel beim Bauen und Sanieren, zur Entlastung von kommunalen Schulträgern und dem Landeshaushalt bei.
Aktionen der Freien Schulen
zum Landtagswahlkampf 2026
Immer auch aktuell auf unserem Linked-In Kanal.
14. November 2025
Tag der Freien Schulen 2025
Über 100 Schulen haben am Tag der Freien Schulen unter dem Motto „Bildung braucht Räume“ Politikerinnen und Politikern die Möglichkeit gegeben, eine Freie Schule in ihrem Wahlkreis zu besuchen. Wieder einmal hat der Tag der Freien Schulen eindrucksvoll gezeigt, wie wertvoll echter Austausch für unsere demokratische Kultur ist.
Ein herzliches Danke an alle teilnehmenden Schulen sowie an die vielen Politikerinnen und Politiker, die sich Zeit genommen haben, mit Schülerinnen und Schülern, Schulleitungen und Lehrkräften über ihre Anliegen, ihre Perspektiven und ihre Vorstellungen von guter Bildung ins Gespräch zu kommen.
Der gemeinsame Dialog hat gezeigt: Wenn wir Räume für Bildung schaffen, schaffen wir Räume für Demokratie.
Initiatoren und Mitglieder
Gemeinsam stark für freie Schulen
Wir sind die Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen (AGFS),
ein Zusammenschluss von Verbänden für Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft.







